Was ist Ihr Unternehmen wert?
In fünf Minuten zu einer fundierten Ersteinschätzung – mit ausführlicher Auswertung zum Potenzial, das in Ihrem Unternehmen steckt.
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Unternehmenswert berechnen
Hier sitzt später der Rechner: zehn Fragen in vier Schritten, Fortschrittsanzeige, Ergebnis direkt im Anschluss. Ausführliche Auswertung als PDF inklusive.
Was ist eine Unternehmensbewertung?
Eine Unternehmensbewertung ermittelt, was Ihr Unternehmen zu einem Stichtag wert ist.
Aus Kennzahlen und Marktdaten – die Grundlage dieser Seite.
Der Preis, den ein konkreter Käufer zahlt.
Diese Seite liefert eine marktnahe Ersteinschätzung nach der Multiplikatormethode – dem im Mittelstand gängigsten Verfahren.
Warum Sie Ihren Unternehmenswert kennen sollten
Die meisten Inhaber kennen ihn nicht – und unterschätzen, wie stark er an der eigenen Person hängt.
Läuft ohne den Inhaber
Ein Vielfaches mehr wert
Hängt am Inhaber
Der Wert bleibt darunter
Bei identischem Ergebnis. Der Unterschied steht in keiner Bilanz – er zeigt sich erst, wenn ein Käufer, Nachfolger oder eine Bank draufschaut.
Der Anlass spielt dabei keine Rolle. Wer die Zahl kennt und daran arbeitet, gewinnt Handlungsspielraum – aus Stärke statt aus Zwang, mit einem Unternehmen, das widerstandsfähiger und weniger von einer Person abhängig ist.
Zwei Zahlen entscheiden
Im Mittelstand wird der Unternehmenswert in der Praxis über die Multiplikatormethode bestimmt: Das Ergebnis wird mit einem branchenüblichen Multiple multipliziert.
Das Ergebnis
Ihr operatives Ergebnis, korrigiert um ein marktübliches Geschäftsführergehalt. So wird vergleichbar, was das Unternehmen wirklich verdient – unabhängig davon, was Sie sich auszahlen.
Der Multiple
Der Branchendurchschnitt, angepasst an die Qualität Ihres Unternehmens. Keine feste Größe, sondern das Ergebnis von zwölf Werttreibern – und damit der Teil, den Sie selbst beeinflussen.
Was Ihren Multiple nach oben zieht – und was ihn drückt
Das zieht nach oben
- Das Unternehmen läuft ohne den Inhaber
- Belastbare zweite Führungsebene
- Breit verteilter Kundenstamm
- Wiederkehrende Umsätze
- Dokumentierte, digitale Prozesse
- Nachweisbares Wachstum
Das drückt
- Vertrieb hängt am Inhaber
- Wenige Kunden machen den Großteil des Umsatzes
- Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten
- Wissen steckt in Köpfen, nicht in Prozessen
- Führung ohne festen Rhythmus
- Rückläufige oder schwankende Ergebnisse
Die zwölf Werttreiber
Diese zwölf Faktoren bestimmen, wo Sie innerhalb der Branchenspanne landen – gebündelt in drei Gruppen.
Unabhängigkeit
- Inhaberabhängigkeit
- Führungsreife
- Kundenkonzentration
- Lieferantenkonzentration
Substanz
- Strukturelle Profitabilität
- Wiederkehrender Service-Umsatz
- Wiederkehrender Technologie-Umsatz
- Wachstum
Reife & Position
- Digitalisierung & Prozessdokumentation
- Kundenbindung
- Netzwerkeffekt
- Buy-and-Build-Fähigkeit
Was in Ihrer Branche üblich ist
Der Ausgangswert für Ihren Multiple. Wo Sie innerhalb der Spanne landen, entscheiden die Werttreiber.
| Branche | Ø Multiple | |
|---|---|---|
| Software / SaaS | 8,7 | |
| Medizintechnik / Gesundheit | 8,0 | |
| IT-Dienstleistung | 7,6 | |
| Elektrotechnik / Elektronik | 7,0 | |
| Chemie / Pharma / Kunststoff | 6,5 | |
| Nahrungsmittel / Getränke | 6,5 | |
| Handel / E-Commerce | 6,2 | |
| Maschinen- & Anlagenbau | 6,1 | |
| Metall- & Blechverarbeitung | 5,8 | |
| Fahrzeugbau / Zulieferer | 5,7 | |
| Transport / Logistik | 5,7 | |
| Bau / Handwerk | 5,1 |
Ø = Mittelwert der Branchenspanne. Quelle: eigene Analyse auf Basis von DUB- und NIMBO-Multiples.
Ihr Wert heute – und was möglich wäre
Gleiches Ergebnis, unterschiedlicher Multiple: Zwei Unternehmen derselben Branche können sich im Wert um Millionen unterscheiden – je nachdem, wie gut sie strukturell aufgestellt sind. Das Beispiel zeigt, was allein ein höherer Multiple bewirkt.
Beispielrechnung. Ihre Zahlen stehen in der Auswertung.
Wo Sie ansetzen, um den Multiple zu heben
Das Ergebnis zu steigern dauert. Die Werttreiber dahinter sind Führungsarbeit – und dafür gibt es drei Ansatzpunkte.
Führungsmodell
Verantwortung, Strategie und Kundenfokus so verteilt, dass Entscheidungen nicht mehr über Ihren Schreibtisch laufen. Der direkte Hebel auf Inhaberabhängigkeit und Führungsreife.
Führungsrhythmus
Strategie, Planung, Führen, Forecasten, Auswerten, Feedback – als fester Takt statt als Zufall. Macht Ergebnisse planbar und damit belastbar.
Führungstool
Ziele, Kennzahlen und Verantwortlichkeiten an einem Ort. Aus Wissen in Köpfen wird ein dokumentierter Prozess – das, wonach jeder Käufer als Erstes fragt.
Ein hoher Unternehmenswert ist nicht das Ziel.
Er ist das Ergebnis eines gut geführten Unternehmens.
Gängige Verfahren der Unternehmensbewertung
Je nach Größe, Branche und Anlass kommen unterschiedliche Ansätze zum Einsatz.
- Multiplikatormethode — Ergebnis mal branchenüblicher Multiple. Schnell und marktorientiert, im Mittelstand der Standard. Diese Methode nutzt der Rechner oben.
- Ertragswertverfahren — Barwert künftiger Erträge. Etabliert bei Wirtschaftsprüfern, aber aufwendig und prognoseabhängig.
- Substanzwertverfahren — Summe aller Vermögensgegenstände. Relevant bei hohem Anlagevermögen oder als Wertuntergrenze.
- DCF-Verfahren — Discounted Cash Flow, international Standard bei größeren Transaktionen.
Lohnt sich ein Gespräch für Sie?
Wenn mindestens zwei dieser Punkte zutreffen, ja:
- Sie wollen den Wert Ihres Unternehmens gezielt steigern
- Eine Übergabe oder ein Verkauf steht in den nächsten Jahren an
- Ihr Unternehmen macht mindestens 5 Mio. EUR Umsatz
- Zu viel hängt noch an Ihnen persönlich
Florian Tetzlaff
Gründer von Focuspower
Florian hat Thermondo gegründet und als CEO deutschlandweit skaliert; 2021 wurde das Unternehmen an Brookfield verkauft. Er bringt Führungserfahrung aus über 300 Mitarbeitenden mit.
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Was Sie noch wissen sollten
Wie genau ist die Online-Bewertung?
Sie erhalten eine marktnahe Ersteinschätzung auf Basis aktueller Branchen-Multiples und Ihrer Angaben zu den Werttreibern – keine gutachterliche Bewertung. Für verbindliche Anlässe gegenüber Bank oder Finanzamt ist eine professionelle Bewertung erforderlich.
Was bedeutet EBIT und warum ist es wichtig?
EBIT steht für „Earnings Before Interest and Taxes“ – das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Kennzahl zeigt die operative Ertragskraft unabhängig von Finanzierungsstruktur und Steuersituation. Bei inhabergeführten Unternehmen wird sie zusätzlich um überhöhte Geschäftsführergehälter oder private Ausgaben bereinigt. Wir rechnen bewusst mit EBIT statt EBITDA, weil Abschreibungen im Mittelstand echten Investitionsbedarf abbilden.
Was ist ein realistischer Multiple für meine Branche?
Die Spanne ist groß: Software erreicht oft das Acht- bis Neunfache des Ergebnisses, klassisches Handwerk eher das Fünffache. Entscheidend sind Skalierbarkeit, Wachstumsperspektive und Risikoprofil. Der Rechner geht vom Branchendurchschnitt aus und passt ihn an Ihre Angaben an.
Wie kann ich meinen Unternehmenswert steigern?
Die größten Hebel: Abhängigkeit von der eigenen Person reduzieren, Kundenkonzentration senken, wiederkehrende Umsätze aufbauen und Prozesse dokumentieren. Realistisch dauert das zwei bis drei Jahre – wer eine Übergabe plant, sollte entsprechend früh anfangen.
Unternehmenswert und Kaufpreis – was ist der Unterschied?
Der Unternehmenswert ist eine rechnerische Größe. Der tatsächliche Kaufpreis ergibt sich aus Verhandlung, strategischem Interesse des Käufers und der Struktur der Transaktion. Ein gut vorbereiteter Prozess mit mehreren Interessenten kann den Preis über den rechnerischen Wert heben.
Wann brauche ich eine professionelle Bewertung?
Bei konkreten Verkaufsverhandlungen, Auseinandersetzungen unter Gesellschaftern, Erbschaft und Schenkung, Finanzierungsgesprächen mit Banken oder steuerlichen Anlässen. Dann brauchen Sie ein Gutachten nach anerkanntem Standard, das auch gegenüber Dritten Bestand hat.
Bereit für eine fundierte Einschätzung?
Nutzen Sie den Rechner oben – oder besprechen Sie Ihre Situation direkt mit uns.